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Kinder und Jugendliche im Dreiländereck setzen auf Begegnungen

Beim Deutsch-Tschechischen Journalistensymposium, das zum nunmehr bereits vierten Male in der nordböhmischen Glas- und Bijouteriestadt Jablonec n.N./Gablonz durchgeführt wurde, war auch Lothar Martin für Radio Prag zugegen. Hier sein Bericht:

Das zweitägige Deutsch-Tschechische Journalistensymposium, das am Donnerstag und Freitag im Haus der deutsch-tschechischen Verständigung in Jablonec nad Nisou-Rýnovice/Gablonz-Reinowitz stattgefunden hat, stand diesmal unter dem Thema „Hineinwachsen in ein neues Europa – Wie Jugendliche der Grenzregionen über Schule, Kirche und Jugendvereine Kontakt zum Nachbarn pflegen“. Wie dies insbesondere im tschechisch-deutsch-polnischen Dreiländereck geschieht, das dokumentierten Volker Habendorf vom Deutschen Kinderschutzbund Zittau und Milos Raban vom Internationalen Zentrum der geistlichen Erneuerung im nordböhmischen Hejnice/Haindorf in ihren Vorträgen recht plastisch.

Volker Habendorf verwies in seinem Vortrag darauf, wie vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien in die Arbeit des Kinderschutzbundes einbezogen werden, wie sie über Kinder- und Jugendaustausch mit Partnern aus Polen und Tschechien, Kindercamps und Medienprojekten eine erlebnisreiche und grenzüberschreitende Kindheit verbringen können, die ihnen aus finanziellen Gründen sonst verwehrt geblieben wäre. Diesbezüglich hob Habendorf insbesondere die gute Zusammenarbeit mit dem Kinderverein in Dolní Podluzí/Niedergrund hervor.

Internationales Zentrum der geistlichen Erneuerung in Haindorf

Milos Raban vom Internationalen Zentrum der geistlichen Erneuerung in Haindorf berichtete darüber, wie das ehemalige Kloster seines Ortes für umgerechnet 130 Millionen Kronen – die aus Fonds der Europäischen Union geflossen sind – renoviert wurde. Ebenso darüber, wie seitdem aus diesem Kirchenbau eine gut funktionierende Begegnungsstätte geworden ist, bei der sich junge Menschen aus den drei Nachbarstaaten, aber auch aus anderen vor allem deutschsprachigen Ländern hier regelmäßig zu Seminaren, Jugendaustauschs, Messen und Konzerten treffen.

Sehr speziell auf die Jugend zugeschnitten ist auch die Arbeit von „Tandem“, der Organisation für deutsch-tschechischen Jugendaustausch, über die Hana Bejlková am Freitag berichtet hat. Zum Abschluss des informativen und kommunikativen Symposiums stellte Volker Beer den Journalisten das Internationale Kinder- und Jugendparlament „Neiße“ vor. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die europäische Integration, das gemeinsame Miteinander der in Mitteleuropa lebenden Jugendlichen sehr viel besser voranschreitet, als es von den stark auf ökonomische Kennziffern ausgerichteten nationalen Gesellschaften wahrgenommen wird.

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